Archive for Dezember, 2008

Dutzend voll - Ersatz für Decke Tönnes ;-)

Sonntag, Dezember 28th, 2008

Ich hatte eigentlich schon mit dem Jahr 2008 abgeschlossen.
Es war ohnehin das “geilste” Laufjahr, was ich bisher hatte.
Die mutige Entscheidung Ende 2007, sich mehr dem Ultralaufen zu widmen, hat sich gelohnt und bestätigt. Nun warte ich bis Anfang 2009, ob es mit dem Losglück ein noch “geileres” Jahr 2009 gibt.
Dies zu toppen, wird schwierig sein, aber Pläne für 2010 und 2011 stehen bereits und die Vorbereitung beginnt ja in 2009.
Eigentlich sind das hier alles Zeilen für mehrere Tagebucheinträge, aber irgendwie gehören sie dann doch zusammen.

Denn eigentlich hatte ich ja bereits abgeschlossen.

Aber dann kam eine Einladung zu einem “Silvester-Hardcore-Marathon”, zu der ich einfach nicht nein sagen konnte.

Somit findet 2008 doch noch ein versöhnliches Ende. Dachte schon, das die Absage an den Decke-Tönnes-Quasselultramarathon mich etwas verfolgen würde.
Denn ich habe bis dahin noch nie einen Lauf absagen müssen. *toi, toi, toi*

Nun kann ich also doch das Dutzend an Marathon und Ultraläufen in 2008 voll machen. ;-)

Grüße
Michael

(gezwungene) Auszeit zum Jahresende

Dienstag, Dezember 23rd, 2008

Eigentlich wollte ich nach dem Decke-Toennes-Quasselultramarathon ja eh eine richtige Pause machen, ohne Radfahren und Laufen, einfach mal fast 2 Wochen die Füße hochlegen.

Das dann aber am Freitagnachmittag/-abend (19.12.08) der Körper sich bereits selbst eine Auszeit holen wollte, damit hatte ich nicht gerechnet.
Es kam wie aus heiterem Himmel. Mein erster freier Urlaubstag und schon registrierte ich ein Unwohlsein, der Hals wurde warm, der Kopf drückte leicht.
Samstagmorgen dann die Gewissheit, das ich an diesem Tag keinen Marathon würde laufen können. Die Augen schmerzten und der Körper fühlte sich eher wacklig auf den Beinen an.

Merkwürdig, denn eigentlich spüre ich 2-3 Tage im voraus, das sich bei mir etwas anmeldet und ich bin vorbereitet, kann den Kampf aufnehmen und die Krankheit schneller niederringen.
Dieses Mal hatte ich verloren.

Aber besser so, als mitten im Frühjahr oder Sommer, nicht auszudenken, was ich da alles verpassen würde!

So gesehen, habe ich die letzten 4 Tage die Schwächephase genossen und mir die Erholung gegönnt, auch wenn ich mich gerne etwas frischer gefühlt hätte.

Wünsche allen eine gesunde und fröhliche Weihnachtszeit.

Grüße
Michael

ANGEMELDET!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! - doch früher als gedacht

Mittwoch, Dezember 17th, 2008

Die Anmeldung für UTMB im August 2009 ist durch!!!

Es bestand dann doch schon heute ab 9 Uhr die Möglichkeit der Anmeldung zu den einzelnen Wettbewerben!!

CCC 98km + 5600 “positive” HM
TDS 105km + 7600 “positive” HM
UTMB 163km + 9400 “positive” HM
Staffel:
PTL 250km + 18000 “positive” HM

Jetzt kann es doch eigentlich keinen anderen Wunsch in diesen Tagen geben,
als auf eine erfolgreiche Verlosung zu hoffen.

Grüße
Michael

Ungeduldig - wie auf heissen Kohlen sitzend ;-)

Dienstag, Dezember 16th, 2008

Ungeduldig warte ich auf den Beginn der Anmeldemöglichkeit für den UTMB (Ultra Trail du Mont Blanc).
Erst ab 17.12.08 - 21.12.08 besteht die Möglichkeit, sich für die neue 3er-Staffelvariante “La Petite Trotte à Léon” -> 250km bei 18000 HM!!!!!!

Erst Ende Dezember geht es für die anderen Wettbewerbe los.

Nach dem Finish der Qualifikationsläufe herrschte bei mir Euphorie, Hochstimmung, ein geiles Gefühl, Adrenalin pur, und und und, aber mittlerweile werde ich nervös und unruhig, fast wie vor wichtigen Wettkämpfen, wo ich nicht so wirklich weiß, was auf mich zukommt.

Ich bin gerade ungeduldig, kann es kaum erwarten und habe auch Angst, das ich bei der Verlosung als Verlierer da stehe und keinen Startplatz für 2009 bekomme.
Okay, ich hätte dann ein Vorzugsrecht für 2010, wie es dieses Jahr die Verlierer aus dem letzten Jahr hätten, aber das ist ja nicht das, was ich mir wünsche. Schließlich muss ich ja auch schon für 2010 langfristig planen.
So oder so, werden die beiden künftigen Jahre, sogenannte Hammerjahre werden.
Fragt sich nur, welches der Smilies am Ende zutreffen wird?!?

Grüße
Michael

Siebengebirgsmarathon am 14.12.08

Montag, Dezember 15th, 2008

Am Samstagmorgen hieß es, sich zum vorletzten Start der Marathondistanz auf den Weg in Richtung Bad Honnef (nähe Bonn) zu machen.
Es sollte ein kühler, aber sonniger Tag bei ca. 2 - 4 Grad werden.
Die Läuferschar war übersichtlich (etwas mehr als 500 Teilnehmer), dennoch waren einige “Stars” dabei, die für mich unvorstellbares in ihrem Läuferleben erreicht haben, wie z.B. die Inhaberin des Rekordes an Gesamt-Marathon-Teilnahmen. Mehr als 1300!!!!

In der Halle angekommen, holten wir uns die Startnummer ab, trafen einige bekannte und viele neuen Gesichter.
Jetzt hieß es nur noch herauszufinden, welches denn die richtige Klamottenwahl für die kühlen Temperaturen war. Es war natürlich wieder alles dabei, vom Short bis zum langen Lauftights, vom Shirt bis zur dicken Fleece-Jacke. Ich hatte mich für Doppellagig am Oberkörper und 3/4 Tight mit Kompressionsstrümpfe entschieden und war froh, das der zugige Wind aus dem Startbereich später auf der Laufstrecke im Naturschutzgebiet des Siebengebirges nicht/selten zu spüren war.

Beim Start waren wir schon ca. auf 280 HM, es ging locker los und sofort ging es los mit den Unterhaltungen. Es war wieder herrlich, diese doch etwas lockere Haltung bei Landschaftsmarathon´s, bzw. bei Läufen gegen Jahresende, wo nicht mehr viele auf PB-Jagd sind.
Bis auf KM ging es hinunter auf ca. 225 HM, es war ein gemütliches Anlaufen und warm werden. Die erste Teilstrecke war auf Asphalt zurückzulegen, bevor es dann ins Naturschutzgebiet ging.
Jetzt war Luft holen angesagt, denn die nächsten 4 Kilometer ging es zügig “bergauf” bis ca. 390HM. Landschaftlich war es richtig klasse, teils schneebedeckte Felder, klares Wetter und schöner Sonnenschein. Zwischendurch sind wir auch mal in den Genuss leichter Sonnenwärme gekommen.
Die Laufwege waren durch die knackigen Temperaturen hart, weichen Boden gab es nur zur Mittagszeit, wo die Strecke so licht war, das die Sonne langfristig hindurch kam.
Es wechselte sich schneebedeckter Boden mit eisbedecktem Laufweg ab, teilweise war die Konzentration des nächsten Schrittes sehr hoch. Rutschpartien blieben leider nicht aus. Aber da wir hier zum Spaß waren, war es auch egal, das das Zick-Zack-Laufen zum Umgehen der Eisflächen zusätzliche Kraft kosten würde.
Die Verpflegungspunkte waren in Abständen von 5km gut gewählt, auch wenn bei 2 Ständen unmittelbar danach eine Steigung kam.
Einziges Manko der Verpflegung war, das der Tee nicht immer warm war und das Wasser zu kalt, aber sonst war die Auswahl gut und ausreichend!!
In Wellen ging es nun über einige Hügelketten, mal hinauf und wieder hinunter bis KM 36.
Zu meiner größten Überraschung und Freude traf ich unterwegs einen schon fast altbekannten Läufer, mit dem ich schon einige Wettbewerbe eher zufällig gemeinsam gemacht hatte.
Kennengelernt haben wir uns 2007 auf der Strecke des HM beim Ford-Marathon in Köln, als wir es gemütlich in unserem Teil 1 des Kombi-Wettbewerbes des KM63 (HM+M) angehen ließen.
Wir erkannten uns an der Sonder-Startnummer und unterhielten uns. Trotz der vor uns liegenden Distanzen hatten wir unseren Spaß.
Einige Wochen später trafen wir uns dann wieder beim Ultra des Roentgenlaufes in Remscheid.
Jetzt sahen wir uns auch eher zufällig auf der Strecke und unterhielten uns!!! Wenn ich einen Läufer immer wieder treffen wollte, dann wäre er es. Selbst wenn die Anstrengung noch so heftig ist, er strahlt und lächelt immer wieder.
An diesem/meinem türkischen Läuferfreund können/könnten sich viele ein Beispiel nehmen.

Wir kamen während des Marathons auch mit anderen Läufern ins Gespräch, aber nicht jeder mitteilungsbedürftig, was ich durchaus verstehen kann. Aber wenn ich z.B. einen Ultraläufer nach seinem Erlebnis beim Thüringer 100er anspreche, erwarte ich eigentlich schon etwas Lockerheit. Vielleicht lag es aber auch an seinen leichten Schwierigkeiten, denn einige Passagen ist er gegangen. Naja, egal, vielleicht hatte er nur einen schlechten Tag.

Obwohl ich bei Landschaftsmarathons, bzw. bei heftigen Bergaufpassagen auch geneigt bin, zu Fuß zu gehen, um es mir nicht mit Folgewettbewerben zu vermiesen.
Zudem kann man hier bessere Fotos machen.

Ab KM 36 blieb aber kaum noch eine Möglichkeit für Bilder, denn nun ging es bis zum Ziel stetig bergab. Über den Zieleinlauf machte ich mir nicht wirklich Gedanken, als wir aber in den Zielbereich kamen, war ich dann doch überrascht, das man in die Halle verlegt hatte und eine etwas andere Atmosphäre gegenüber den großen Stadtmarathons hatte. Sehr schöne Idee, auch wenn es einen kleinen Klimaschock beim Einlauf gegeben hat.

Alles in allem ein sehr schöner Landschaftsmarathon, dessen Strecke ich auch gerne einmal im Frühjahr/Sommer laufen möchte.
Es war schön, neue Gesichter aus dem Forum kennenzulernen und Bekannte/Freunde wiederzusehen. 2 KiLL50 Läufer habe ich hier ebenfalls getroffen und werde sie in Rodgau erneut treffen. So langsam wird das was mit den Kontakten. 

Grüße
Michael